Chancen und Risiken sorgsam ausloten

Chancen und Risiken sorgsam ausloten

04-07-2012
CDU Fraktion diskutiert Möglichkeiten zur Nutzung des Bergwerksees – Bürgerbeteiligung mit Veranstaltungen im August geplant
Reichelsheim (pm) „Für die CDU ist es wichtig, sich rechtzeitig ein Bild aller Möglichkeiten und Chancen zu machen, um die Bürger in der Diskussion über die künftige Gestaltung des Bergwerksees mit Fakten und Anschauungsmaterial zu versorgen“, stimmt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Holger Hachenburger auf einen „intensiven Bürgerdialog“ ein. Die CDU-Stadtverordnetenfraktion beschäftigt sich derzeit intensiv mit verschiedenen Optionen eines Entwicklungs- und Nutzungskonzeptes für den See. Hierzu machten sich die Christdemokraten nach Angaben in den vergangenen Tagen ein Bild vor Ort, besichtigten verschiedene Seen und diskutierten die zugrundeliegenden Konzepte. Im April hatten sich die Fachausschüsse nicht auf eine der vom Planungsbüro vorgelegten Varianten einigen können.

Erster Termin war der Bergwerkssee selbst. Bereits 1987 wurde ein Grundsatzbeschluss gefasst, nachdem der See in einen naturbelassenen und für die Naherholung verfügbaren Bereich getrennt werden sollte. Auf dieser Basis legte ein Planungsbüro Anfang des Jahres eine Grundsatzanalyse vor, nach denen der südwestliche Bereich ökologisch weiterentwickelt und das östliche Ufer der Freizeitgestaltung dienen soll. Am See wurden diese Konzeptideen mit der Realität abgeglichen. Weitere bereits entwickelte Seen sollten dann neue Ideen in die Diskussion einfließen lassen.

So suchte die CDU das Gespräch mit Kommunalpolitikern im Kreis Marburg-Biedenkopf. Hier wurde in den letzten 30 Jahren auf einer Fläche von rund 15 Hektar ein See-Areal aus einer Kiesgrube entwickelt. Auf einem Drittel der Fläche finden sich Freizeitmöglichkeiten, die übrigen zwei Drittel sind als naturbelassene Uferbereiche ausgewiesen. Die Angebote dort beinhalten Bademöglichkeiten, Wasserski, Surfen und Tauchen. Der Seepark wird von einem privaten Investor betrieben und verfügt über Strandbar und Cafe. Diskutiert wurden besonders die Belastungen durch Lärm und Rowdytum, der See dort musste deshalb auch eingezäunt werden. Die Folge: Der Rundwanderweg kann nicht mehr frei genutzt werden, gegen einen Beitrag können die Bürger einen Schlüssel für die Sicherungstore erhalten. Der See ist Mitte Mai bis Oktober für den laufenden Betrieb geöffnet, Parkplätze stehen in ausreichender Anzahl zur Verfügung.  

Die Parlamentarier werden daher in den kommenden Wochen weitere Besichtigungen vornehmen und dann die Bevölkerung in den Diskussionsprozess einbeziehen. Geplant sind nach Angaben von Hachenburger Veranstaltungen im August, über deren Konzept nach weiteren Lokalterminen noch zu beschließen sei.



Lokaltermin: CDU-Mandatsträger und Bürgermeister Bertin Bischofsberger machen sich im Raum Marburg ein Bild über Entwicklungs- und Nutzungsmöglichkeiten des Bergwerksees